Eine weitere wesentliche Neuerung betrifft die Zuordnung der bewegten Lieferung bei Reihengeschäften ab 1.1.2020. Aufgrund bisher fehlender Vorgaben in der MwStSyst-RL und unklarer EuGH-Rechtsprechung wurde die Zuordnung der bewegten Lieferung und damit verbunden die Befreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen bei einem Reihengeschäft in den Mitgliedstaaten bisher abweichend beurteilt. Dies führte zu Rechtsunsicherheit und zur Gefahr einer […]
Kategorie: Rechtsformplanung
Quick-Check für innergemeinschaftliche Lieferungen ab 1.1.2020
Eine wesentliche Neuerung betrifft die Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen. Ab 1.1.2020 gilt: keine Steuerbefreiung ohne gültige UID-Nummer – daher sollten die Stammdaten einem Quick-Check im Rahmen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems unterzogen werden. Gültige UID-Nummer als Voraussetzung für die Steuerfreiheit Eine der wesentlichen Änderungen durch die sogenannten Quick-Fixes zur Harmonisierung des Mehrwertsteuersystems betrifft die Verschärfung für […]
WiEReG – Inkrafttreten der Änderungen per 10.1.2020
Mit dem BGBl I Nr. 62/2019 wurde das WiEReG an die 5. Geldwäsche-RL angepasst. Das BMF hat am 3. Oktober 2019 eine umfangreiche Information zu den Änderungen veröffentlicht. Die Änderungen des WiEReG treten am 10.1.2020 in Kraft. Die wesentlichen Änderungen betreffen: Einbeziehung von Trusts und trustähnlichen Vereinbarungen, die von einem Drittland aus verwaltet werden in […]
Typenvergleich ausländischer mit inländischen Gesellschaften
Körperschaften, die im Inland weder ihre Geschäftsleitung noch ihren Sitz (§ 27 BAO) haben, sind nach dem österreichischen Körperschaftsteuergesetz (§ 1 Abs. 3 Z 1 KStG) mit ihren Einkünften beschränkt steuerpflichtig (im Sinne des § 21 Abs. 1 KStG). Ausländische Körperschaften gelten als beschränkt steuerpflichtige Subjekte, wenn sie weder Sitz noch Ort der Geschäftsleitung im […]
Zahlungsunfähigkeit nach KFS/BW 7 – Teil 1
Das neue Fachgutachten KFS/BW 7 „Zahlungsunfähigkeit“ wurde am 10. April 2019 vom Fachsenat für Betriebswirtschaft beschlossen, um damit einen einheitlichen Zugang zum Insolvenzeröffnungsgrund „Zahlungsunfähigkeit“ darzulegen. Zuerst ist hier die Verpflichtung zu nennen, „ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber sechzig Tage“ nach diesem Zeitpunkt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen (§ 69 Abs. 2 Satz 1 IO). Weiters […]
Informationsdarstellung in einem Jahres- oder Konzernabschluss, einem Lage- oder Konzernlagebericht
Für Entscheidungsträger bzw. dessen Beauftragte stellt sich wiederkehrend die Frage, wie wesentliche Informationen in vertretbarer Weise im Jahres- oder Konzernabschluss bzw. im Lage- oder Konzernlagebericht darzustellen sind. Die richtungsweisende Bestimmung findet sich im § 163a Abs. 1 Z 1 StGB, denn nur strafbar macht sich, wer als geeignetes Tatsubjekt (Entscheidungsträger bzw. dessen Beauftragte) in einem […]
Einflussgrößen der Rechtsformwahl
Formelle Kriterien können aus den einzelnen Rechtsnormen des Gesellschaftsrechts abgeleitet werden. Im Unternehmensgesetzbuch sind Einzelunternehmer, Kommanditgesellschaft, offene Gesellschaft und die stille Gesellschaft geregelt. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts findet sich im ABGB geregelt. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist im GmbH-Gesetz, die Aktiengesellschaft im Aktiengesetz, die Genossenschaft im Genossenschaftsgesetz sowie die Privatstiftung im Privatstiftungsgesetz formell geregelt. […]
Umgründung und Missbrauch neu
Nach dem Jahressteuergesetz 2018 wird der Missbrauchstatbestand von Gestaltungsmöglichkeiten des privaten Rechts neu geregelt: „Missbrauch liegt vor, wenn eine rechtliche Gestaltung, die einen oder mehrere Schritte umfassen kann, oder eine Abfolge rechtlicher Gestaltungen im Hinblick auf die wirtschaftliche Zielsetzung unangemessen ist. Unangemessen sind solche Gestaltungen, die unter Außerachtlassung der damit verbundenen Steuerersparnis nicht mehr sinnvoll […]